Wettbewerbe


TATORT Stadt - Tatort Sondershausen (1. Preis)
Stadtumbau braucht junge Planer - braucht ihr Interesse, ihre Anstöße. Diese Erkenntnis veranlasst das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen gemeinsam mit der Initiative Architektur und Baukultur einen Nachwuchswettbewerb für Planer unter 40 Jahren auszuloben. Das Motto: TATORT STADT. Neun Städte warten gespannt auf die Ergebnisse der interdisziplinären jungen Teams. Darunter auch Sondershausen.
Die Stadt Sondershausen schrumpft. Wir verstehen dies als Chance. Unsere Entwürfe - fußend auf einer umfassenden historischen Analyse - konzentrieren sich auf den Rückzug der Altstadt in ihre historischen Grenzen. Eine grüne Stadtmauer markiert die neue Grenze der Altstadt. Das ehemalige Plattenbaugebiet Wippertor entwickelt sich zur neuen, vielgesichtigen Vorstadt. Geringere Bebauungs- und Wohndichte in einer lockeren Siedlungsstruktur machen das Wohnen hier attraktiv. Der Planplatz erhält eine neue Aufgabe als Schnittpunkt von Vorstadt, Altstadt und Wipper-Übergang. Neue Funktionen werten den Platz auf.
Unser Team versteht Stadtumbau als Prozess. Deshalb formuliert unser Entwurf kein festes städtebauliches und architektonisches Zielbild für den Umbau, sondern flexible Rahmensetzungen, die Impulse und Raum für die Entwicklung neue Qualitäten bieten.
Neben den räumlichen Entwürfen schenken wir dem Stadtumbaumanagement besondere Aufmerksamkeit. Unsere Vorschläge reichen von Bewohnerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit über Gewerberaummanagement und Umbau der Plattenbauwohnungen zu Reihenhäusern unter Beteiligung der Mieter bis hin zu einer zentralen Lenkungsrunde mit Akteuren aus Politiker, Verwaltung, Wohnungsunternehmen und den Bewohnern.
Eine Ausstellung der Ergebnisse von TATORT STADT wanderte durch die gesamte Bundesrepublik, um Anstoß für weitere Diskussionen, Ansätze und Anregungen zum Stadtumbau zu geben. Eine Publikation ist erschienen. Der Wettbewerbsbeitrag wird mit einem 1. Preis ausgezeichnet. Autoren sind: Gwendolin Schwab, Tom Fischer, Birgit Schmidt, Josephine Seidel, Dr. Matthias Bernt, Guido Schwarzendahl.
 
Genial Zentral - Schmalkalden (1. Preis)
Architekten: Dipl.- Ing. (FH) Sebastian Großkopf, Freier Architekt, Gotha; Dipl.- Ing. Anett Mertins, Freie Architektin, Gotha
Stadtplaner: Dr.- Ing. Holger Schmidt, Architekt für Stadtplanung, Dessau
Landschaftsarchitektin: Dipl.-Ing. (FH) Katrin Gruber, Garten- und Landschaftsarchitektin, Gotha;
Thomas Fischer, freier Mitarbeiter: Dipl.- Ing. für Raum- und Umweltplanung Dessau
 
ANSTOSS & PRINZIPIEN
Eine angepasste Neubebauung im Quartier erfordert zunächst das Ordnen und Parzellieren des historischen Baubestandes Obertor 2-50. Unter den gegenwärtigen Bedingungen wird sich das Baufeld nur schrittweise "füllen". Daher werden die künftigen Parzellen mit einer farblichen Markierung aus Schotter und ¹Perennemix - Stauden versehen. Das Farbenspiel versteht sich als Analogie an die bunte Fachwerkstadt Schmalkalden. Das Baugebiet erhält von Anbeginn an ein eigenes unverwechselbares positives Image.
PLATZRAUM OBERTOR
Die Verlagerung der Ortsdurchfahrt (L1026) ermöglicht die Umgestaltung des Platzraumes Obertor zu einem neuen Stadteingang. Durch den verkehrsbedingten Rückbau des Obertors 19 entsteht ein weithin sichtbarer Schaugiebel, der alle Gäste herzlich willkommen heißt. Herzlich Willkommen in Schmalkalden - Fachwerk & Reformation    Als zentrales Motiv für die Zonierung und Gestaltung des Platzes wird der Verlauf des ehemaligen Kunstgrabens aufgegriffen und interpretiert. Verschieden große Flusssteine (massive Klamotten bis hin zu feinem Flußkies) werden im ehemaligen Grabenbett verbaut. Sie dienen als Verweilplätze, überfahrbare Platzfläche oder Pflanzsubstrat. Auch die Bepflanzung mit Erlen zitiert den nahen Flussraum der Schmalkalde.
¹ PERENNEMIX
Der Name "Perennemix" leitet sich aus sich aus dem lat. Begriff "perennis" = ausdauernd ab. Unter perennierenden Pflanzen sind "Stauden" bzw. Staudenmischungen gemeint. In diesen Mischungen werden die Mengenanteile der einzelnen Pflanzen nach den Faktoren Blütezeit, harmonische Farbenzusammenstellung, Textur, Größenwachstum, Habitus, Wuchsverhalten und Konkurrenzdenken definiert. Eine Bereicherung mit Zwiebelpflanzen ist wünschenswert. Perennemix-Pflanzungen sind pflegeextensiv, langlebig und damit kostengünstiger als traditionelle Bepflanzungen. Die so markierten Flächen bleiben das ganze Jahr über abwechslungsreich und blühen vom Frühjahr bis in den Herbst hinein - selbst im Winter zeigen sie noch eine schöne Struktur. ¹Perennemix ein Forschungsprojekt (1998-2003) an der Hochschule Anhalt (FH) in Bernburg (Sachsen-Anhalt) unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfram Kircher (Fachbereich Landespflege) www.perennemix.de
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weitere Referenzen
Genial Zentral Zella-Mehlis: Städtebaulicher Realisierungswettbewerb mit hochbaulichem Ideenteil Entwicklungsgebiet Anspelstraße – Beckerwiese (2009)
2. Preis (kein erster Preis, 2 x zweite Preise)
Auslober: Stadt Zella-Mehlis
Bundeswettbewerb für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur. Initiative ergreifen – Schwabehaus und Alte Bäckerei (2009)
Preisträger in der Kategorie „Engagiert für die Stadt“
 
Umweltpreis der Stadt Dessau-Roßlau in AG mit Hochschule Anhalt (FH), Fachbereich Landschaftspflege und Gehölzkunde Prof. Birgit Felinks. Projekt zur naturnahen Begrünung von innerstädtischen Brachflächen (2008)
1. Preis
Wettbewerb "Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen" (2007)
Anerkennungspreis für das "Spielraumkonzept Leipziger Innenstadt"
Oranienbaum - Leben in historischen Städten
(2001-2002)
3. Preis
Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Magdeburg - Buckau
(2000)
Ankauf, gemeinsam mit AKS Landschaftsarchitekten Halle
Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Zwickau - Eckersbach
(1999)
Ankauf, gemeinsam mit Architekturbüro Perler und Scheurer und Heckel-Lohrer Landschaftsarchitekten