Stadtumbau


SEKo Wurzen
Die Stadt Wurzen hat als zweite Stadt im Regierungspräsidium Leipzig ein Städtebauliches Entwicklungskonzept (SEKo) durch die Bürogemeinschaft in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Krause aus Wurzen erarbeiten lassen. Die Konzepterarbeitung wurde begleitet durch ein öffentliches Forum Stadtumbau mit insgesamt drei Arbeitsgruppen. Auf Basis einer sachlichen und ehrlichen Analyse und Prognose der künftigen Einwohnerentwicklung bis zum Jahr 2020 wurden in einzelnen Fachkonzepten Handlungsstrategien für die Stadt Wurzen abgeleitet. Das sich der Wohnungsleerstand von 20% im wesentlichen in den Altbaubeständen konzentriert, wurde für die Bereiche eine behutsame Auflockerungsstrategie ("Grüne Trittsteine") erarbeitet.
Das Konzuept sieht eine unmittelbare Schwerpunktsetzung auf die Erhaltung des historischen Altstadtbereiches vor. Hingegen sollen in den angrenzenden Gründerzeitbereichen die leerstehende Wohnungsbausubstanz nach abgestimmten Einzelkonzepten vom Markt genommen werden. Die freiwerdenden Flächen sollen als zusammenhängende Grünfläche den verbleibenden Wohnungsbestand deutlich aufwerten.
 
Haldensleben
Die Stadt Haldensleben hat seit 1990 eine positive wirtschaftliche Entwicklung in folge von großflächigen Neuansiedlungen etwa eines Versandzentrums, eines Glaswerkes und eines Keramikherstellers und guter Bestandsentwicklung genommen. Parallel dazu entwickelten sich seit der Wende 1989 andere Wohnwertvorstellungen und Wohnbedürfnisse. Immer mehr werden kleinteiligen Wohnformen in überschaubaren Nachbarschaften mit einer hohen Wohnumfeldqualität nachgefragt.
Im Rahmen eines Stadtentwicklungskonzeptes erarbeitet das Büro für Siedlungserneuerung 2001 und 2002 in enger Kooperation mit den Wohnungsunternehmen und der Stadtverwaltung Vorschläge für konkrete Maßnahmen zum Abbau des strukturellen Leerstandes.
Durch die Stadt wird im Ergebnis des Konzeptes die Sanierungsstrategie für die Innenstadt modifiziert. Für mehrere Stadtquartiere werden Erhaltungssatzungen erlassen, für den Stadtteil Haldensleben-Süd eine Rahmenplanung erstellt.
Für die Plattenbauten im Wohngebiet Süplinger Berg werden verschiedene architektonische und städtebauliche Rückbauvarianten einschließlich ihrer finanziellen Umsetzbarkeit untersucht. Erste Abrisse wurden hier bereits in Angriff genommen.
 
weitere Referenzen
1. Fortschreibungen InSEK Delitzsch (2006)
Bad Dürrenberg (2004-2005)
Loburg (2004)
Querfurt (2001-2002)
Gardelegen (2001-2002)
Fortschreibung Gardelegen (2005)