Stadtteilentwicklung


Integriertes Handlungskonzept Magdeburg Alte und Neue Neustadt
Madgeburg Brauerei
Magdeburg Stadtteilspaziergang
Das Integrierte Handlungskonzept für die Magdeburger Stadtteile Alte und Neue Neustadt wurde im Zeitraum von April bis November 2009 von der WohnBund-Beratung Dessau im Auftrag der Landeshauptstadt Magdeburg bearbeitet.
In dem Konzept, das als Grundlage für den Antrag zur Aufnahme in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die soziale Stadt“ dient, wurden auf der Grundlage einer umfassenden Analyse die Entwicklungsziele, Handlungsbedarfe sowie Maßnahmen für eine integrierte Stadtteilentwicklung konkretisiert.
Das Integrierte Handlungskonzept ist die Basis für die Steuerung der weiteren Stadtteilentwicklung und konkrete Entscheidungs- und Handlungshilfe für die Akteure in den Stadtteilen, den Stadtrat und die Stadtverwaltung.
Eine Besonderheit der Erarbeitung lag in einer breiten Einbindung der interessierten Öffentlichkeit sowie lokaler Akteure aus der Wohnungswirtschaft, der sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie von Gewerbe, Handel und Dienstleistungen.
 
Integriertes Handlungskonzept Magdeburg Nord
Im Jahr 2002 wurde das Gebiet Magdeburg Kannenstieg-Neustädter See in das Förderprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die soziale Stadt“ aufgenommen. Das Integrierte Handlungskonzept stellt die Fortschreibung der Stadtteilentwicklungskonzepte für Kannenstieg und Neustädter See von 1998 dar, die die Grundlage für die bisher realisierten und geförderten Maßnahmen darstellten.
Mit dem Integrierten Handlungskonzept wurde die Einbindung aller relevanten Akteure der Stadtteilentwicklung (in der Stadtverwaltung und in den Stadtteilen) verfolgt, um über eine gemeinsame Beschreibung der Probleme, Chancen und Ziele zu einer abgestimmten Initiierung und Entwicklung gemeinsamer Maßnahmen und Projekte zu gelangen.
Die Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes Kannenstieg-Neustädter See erfolgte unter Einbeziehung von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie weiterer relevanter Akteure in den Stadtteilen. Durch unterschiedliche Instrumente der Mitwirkung und Beteiligung wurde ein transparenter Planungsprozess gewährleistet.
Die WohnBund-Beratung Dessau begleitet das Stadtteilmanagement bei der Etablierung der neuen Strukturen wie dem Stadtteilforum das bereits während der Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes im Jahr 2008 eingerichtet worden war.
 
Integriertes Handlungskonzept Zentrumsachse Lüneburger Straße / Lübecker Straße Magdeburg
Die Zentrenbereiche in den Magdeburger Stadtteilen Alte und Neue Neustadt entlang der Lüneburger und Lübecker Straße wurden in das 2008 vom Bund aufgelegte Städtebau-Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Das Programm mit einer Laufzeit bis 2015 ist ein neues Städtebauförderprogramm zur Stärkung zentraler Versorgungsbereiche, die in ihrer Funktion bedroht und durch Leerstand gekennzeichnet sind.
Das von der WohnBund-Beratung Dessau 2009 im Auftrag der Landeshauptstadt Magdeburg bearbeitete Integrierte Handlungskonzept für die Zentrumsachse Alte und Neue Neustadt (Lüneburger und Lübecker Straße) stellt auf der Grundlage einer Bestandsanalyse Entwicklungsziele, Handlungsbedarfe und – strategien dar und zeigt abgestimmte Maßnahmen auf, die in einem Finanzierungsplan zusammengefasst sind. Neben der Zusammenführung bereits bestehender sektoraler Handlungskonzepte und der Identifizierung zusätzlicher Bedarfe stellt die aktivierende Herangehensweise, mit der die stärkere Einbindung der Öffentlichkeit und der relevanten Akteure für eine integrierte Zentrenentwicklung bewirkt wurde, eine Besonderheit dar.
Für die Einbeziehung und Beteiligung privater Eigentümer, Gewerbetreibender, Händler und Bewohner sowie die Vernetzung im Prozess wurden verschiedene Arbeitsstrukturen vorgeschlagen und Beteiligungsstrukturen aufgebaut.
 
Magdeburg Kannenstieg
Der Stadtteil Magdeburg-Kannenstieg ist ein Plattenbaugebiet aus den 70er und 80er Jahren am Nordrand der Stadt. In den letzten fünf Jahren sank die Bevölkerung um ein Fünftel; heute wohnen hier ca. 7.000 Einwohner. 1997 gehörte der Kannenstieg zu den Stadtteilen mit den höchsten Leerständen (ca. 14%) und dämmerte im "Dornröschenschlaf" dahin. Zwar war er kein benachteiligter oder gefährdeter Stadtteil, weder baulich noch sozial, aber die nächsten Jahre würden darüber entscheiden, ob die "graue Maus" ohne Image eine positive Entwicklung nehmen würde oder ob der bauliche und soziale Abstieg droht.
Seit 1998 ist das Büro für Siedlungserneuerung im Magdeburger Stadtteil Kannenstieg im Auftrag des Stadtplanungsamtes tätig. Schwerpunkt der Arbeit ist die Erarbeitung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes, das wir in Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Akteuren des Stadtteils erarbeiten, diskutieren und jährlich fortschreiben.
Seit 1998 gibt es im Stadtteil eine Arbeitsgemeinschaft Gemeinwesenarbeit (AG GWA), die vom Jugendamt initiiert wurde. Durch die Mitarbeit unserer Bürogemeinschaft und des Planungsamtes ist die AG GWA heute ein Koordinierungsgremium der sozial-räumlichen Stadtteilentwicklung. In ihr arbeiten Vertreter der sozialen Einrichtungen und Initiativen, der Schulen und Kindergärten, der Wohnungsunternehmen und Gewerblichen Unternehmen, Stadträte und Bewohner, die Polizei sowie Vertreter der städtischen Ämter mit.
Wir erstellen Planungen für einzelne Bau- und Freiraumprojekte - so zum Beispiel für das Umfeld des Bürgerhauses, die Aufwertung des Jugendtreffpunktes Rodelberg oder die neue Sülzepromenade am Rand des Wohngebietes. Darüber hinaus übernehmen wir im Auftrag der Stadt das Monitoring für die Stadtteilentwicklung.
Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung begleiten unsere Arbeit. Dazu gehören ein Stadtteilkompass, das jährliche Stadtteilfest seit 2001, die Eröffnung des neuen Spielplatzes oder die Stadtteilkonferenz Ende 2002, die wir vorbereiten, moderieren und dokumentieren.
 
weitere Referenzen
Quartierskonzept Theaterviertel/Johannisviertel Dessau (2008)
Stadtteilkonzept Magdeburg Kannenstieg (1998-2002)
Städtebauliches Entwicklungskonzept Gardelegen Quartier 12, Bertolt-Brecht-Straße / Straße der Opfer des Faschismus (2007)
Ergänzung zur 1. Fortschreibung, des Stadtentwicklungskonzeptes der Stadt Gardelegen