Stadt- und Siedlungserneuerung


Zabrze
Im Rahmen eines von der Europäischen Union finanzierten Forschungsvorhabens entwickelte die Bürogemeinschaft ein Konzept zur Revitalisierung der denkmalgeschützten Borsig-Siedlung in der polnischen Stadt Zabrze.
Das Projekt wurde durch intensive Planungsrunden mit der örtlichen Verwaltung, dem Arbeitsamt Zabrze, der Wojewodschaft Schlesien, der IBA Fürst-Pückler-Land, den Eigentümern sowie dem Bürgerverein Nasze Biskupice entwickelt. Im Kern orientiert es auf eine behutsame Entwicklung des wertvollen Siedlungsbestandes durch das Zusammenwirken der unterschiedlichen Akteure. Bestandteil des Projektes war auch ein Zeichenwettbewerb von Kindern zur Borsig-Siedlung sowie Gespräche mit Kommunalpolitikern zur Klärung der langfristigen Eigentümersituation der Siedlung.
Als konkretes Ergebnis wurde die Erarbeitung eines 1. Modellprojektes im Rahmen einer Bauhütte vorbereitet. Dabei sollen Arbeitslose aus dem Stadtteil im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme der örtlichen Sozialstellung des Arbeitsamtes an einem Gebäude das Dach, die Fassade sowie die Treppenhäuser instand setzen.
Die Ergebnisse dieses Projektes wurden in einer Wanderausstellung zusammengefasst, die auf den IBA-Terrassen in Großräschen, im Rathaus der Stadt Zabrze sowie in der Siedlung gezeigt wurde.
 
Barockstadt Oranienbaum
Der barocke Stadtgrundriss mit direktem Bezug zu Schloss und Park machen das Stadtzentrum Oranienbaums zu einem einzigartigen Ensemble. Eingebettet in das Dessau-Wörlitzer Gartenreich gehört die Barockstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Seit 1997 nimmt das Büro für Siedlungserneuerung Dessau die städtebauliche Oberleitung im Rahmen der denkmalgerechten Sanierung wahr. Zu den vielgestaltigen Aufgaben zählen:
  • Freiraumplanung für alle öffentlichen Stadträume,
  • Intensive Beratung der Hauseigentümer bei Fragen der Gebäudesanierung sowie Erstellung von Gestaltungsvorschlägen bei Umbauten und
  • Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit Sanierung und Neugestaltung - beispielsweise durch Ausstellungen, öffentliche Präsentationen und Diskussionen, Stadtrundgänge, Gestaltungsaktionen mit Schülern, Faltblätter.
Die Vermittlung zwischen den Erfordernissen des Denkmalschutzes und zeitgemäßen Wohnbedürfnissen stellt hohe Anforderungen an die fachliche Kompetenz und das Verhandlungsgeschick der Planer.
 
weitere Referenzen
Kolonie Zschornewitz (seit 1991)
Delitzsch-Nordwest (2002)
Haldensleben-Süd (2002)
Musikerviertel Wolfen (2002)
Kraftwerkssiedlung Bitterfeld (seit 2000)
Wasserturmsiedlung Schwarzheide (1995-1999)